Meine Süddeutsche-WELT

Nur wer Qualitätsmedien liest, kann auch Gehaltvolles schreiben. Für einen Redenschreiber und Journalisten ist vor allem die aktuelle Tagespresse ein täglich Brot. Zwei überregionale Zeitungsmarken, die mir nicht nur aufgrund meiner dort absolvierten Hospitanzen besonders ans Herz gewachsen sind, sind die "Süddeutsche Zeitung" (www.sueddeutsche.de) und "Die WELT/WELT am Sonntag" (www.welt.de). An dieser Stelle möchte ich Ihnen unter "Meine Süddeutsche-WELT" jeweils vier komprimierte Filetstücke aus den aktuellen Ausgaben präsentieren. Vielleicht fällt Ihnen damit die Qual der Wahl beim Zeitungs-/App-In-Kauf etwas leichter. Zu unserem Angebot zählen übrigens auch Medienanalysen.


"Süddeutsche Zeitung" vom Dienstag, 26.01.21, ganz komprimiert

 

Der Aufmacher (von Björn Finke)

Der SZ-Aufmacher thematisiert den Streit um verzögerte Lieferungen von Corona-Impfstoffen und der Reaktion der Europäischen Union. Sie will künftig alle Exporte in diesem Zusammenhang kontrollieren. Vorausgegangen waren Lieferengpässe bei Astra-Zeneca. Insgesamt orderte die EU dem Beitrag zufolge bereits im August 300 bis 400 Millionen Impfdosen bei dem britisch-schwedischen Hersteller. Die EU-Kommission empfahl am Montag zudem weitere Einschränkungen bei Reisen, wie strengere Test- und Quarantäneregeln für bestimmte Gegenden. 

 

Der Kommentar des Tages (von Thomas Fromm)

Der SZ-Autor widmet sich den vielfältigen Corona-Hilfen für Unternehmen und deren Dickicht. Er findet: "Es dürfte kaum ein Land weit und breit geben, in dem kleinen Unternehmen und Selbständigen so geholfen wird wie hier. Und doch waren die Hilfen leider nicht immer auch so gut umgesetzt, wie sie gemeint waren." Bei den Hilfen sei mehr Verlässlichkeit und weniger Kleingedrucktes jetzt wichtig: Damit Klein-Unternehmer und Solo-Selbständige besser ihre Zukunft planen könnten, brauche es vor allem: Vertrauen.

 

Das Interview des Tages (mit Camilla Rothe)

Die Ärztin, die vor genau einem Jahr den ersten Corona-Fall in Deutschland vor sich hatte, spricht im SZ-Interview über die ersten Fehler mit der ausbrechenden Pandemie, Infektiosität von Menschen ohne Symptome sowie die Tragweite ihrer Beobachtung. "Ich war mir ganz sicher nicht bewusst, dass dieses Virus zu einer Pandemie führen würde und uns heute, nach einem Jahr, noch jeden Tag überrascht. Ich habe damals eher an die Probleme gedacht, die ein so infektiöser Erreger für die medizinische Versorgung mit sich bringt."

 

Überm Strich! Soli-Abschaffung (von Andreas Jalsovec)

Dieser Wirtschaftsartikel widmet sich der Abschaffung des Solidaritätszuschlag in diesem Jahr - und was man mit dem zusätzlichen Geld so alles anstellen kann. Nach Ansicht der konsultierten Experten sollte man zunächst sein Minus auf dem Konto ausgleichen und die Konsumentenkredite bedienen. Wer dies getan hat, dem empfiehlt man allen voran ETF-Sparpläne. So schreibt der Autor: "Um das Risiko zu streuen, sollte man einen ETF aussuchen, der weltweit in unterschiedliche Branchen investiert. Dennoch kann der Wert des angesparten Vermögens stark schwanken. Das müssen Anleger aushalten können."


Die Zeitung "Die WELT" vom Dienstag, 26.01.21, ganz komprimiert

 

Der Aufmacher (von Die WELT)

Auch der WELT-Aufmacher geht gleich zu Beginn auf den anvisieren EU-Transparenzregister ein, um die Knappheit bei den Corona-Impfstoffen zu kontrollieren. Anschließend wird auf den Streit mit Astra-Zeneca eingegangen. Auch eine Einschränkung der Reisefreiheit wird thematisiert. Die Akzeptanz der Kontaktbeschränkungen sinkt indessen, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. So heißt es: "Auch die Zustimmung zu Geschäftsschließungen sank im gleichen Zeitraum (etwa einen Monat) um zehn Prozentpunkte auf 56 Prozent."  

 

Der Kommentar des Tages (von Matthias Kamann)

Der WELT-Autor kommentiert den Untersuchungsausschuss zur gescheiterten Pkw-Maut, bei deren Abschluss am Donnerstag der Hauptverantwortliche Andreas Scheuer (CSU) befragt wird. Er findet: "Das Mautdebakel darf nicht vergessen werden. Denn es führt auf bestürzende – und hoffentlich lehrreiche – Weise vor Augen, wie Rechtsgrundsätze unter die Räder und ganze Ministerialverwaltungen auf den Hund kommen, wenn hanebüchene Bierzelt-Ideen einer Regionalpartei dem Staat oktroyiert werden."

 

Das Interview des Tages (mit Fernando Fastoso)

Der Luxus-Professor spricht im WELT-Interview über Freizeit als Luxus, Verhaltensveränderungen im Zuge der Corona-Pandemie sowie unsere materielle Gesellschaft. "Notwendig sind die wenigsten Produkte, die wir zu brauchen meinen. Der Trend zum Minimalismus spiegelt meines Erachtens den Frust mit dem materiell geprägten Dasein wider: Ich kann mir zwar das neue Smartphone leisten, aber werde ich damit glücklich? Oder – vielleicht etwas hoch gegriffen – die Frage: Was ist wirklich wichtig im Leben?"

 

Überm Strich! Mogelpackung des Jahres (von M. Gassmann)

In diesem Verbraucherartikel geht es um geringere Füllmengen und höhere Preise. Die Mogelpackung des Jahres wird durch die Hamburger Verbraucherzentrale gekürt. Souverän "gewonnen" hat demnach Seitenbacher Müsli mit einer neuen Sorte. Der Autor schreibt: "Laut Mess- und Eichgesetz ist es zwar grundsätzlich verboten, eine größere Füllmenge vorzutäuschen, als tatsächlich in der Verpackung vorhanden ist. Doch was das im Einzelnen bedeutet, lässt das Gesetz offen. Lediglich interne Richtlinien legen fest, dass es nicht mehr als 30 Prozent sein sollen – und auch das muss im Einzelfall jeweils geprüft werden."



Ihr Redenschreiber J. Rieger. Authentisch. Stilsicher. Verlässlich.